Hundevertrag - Hobbyzucht oder Unternehmen?

Die Frage der Haftung hängt entschiedend davon ab, ob der Verkäufer als Hobbyzüchter oder Unternehmer anzusehen ist. Es gilt zu klären, ob die züchterische Tätigkeit planmäßig und auf Dauer angelegt ist. Bei der Hundezucht kommt es dabei in erster Linie auf die Zahl der Tiere und den Umfang des Zuchtbetriebes an.

Eine klare Linie gibt es in der Rechtsprechung hierzu noch nicht. Es zeichnet sich jedoch ab, dass eine Hobbyzucht nur noch in den Fällen anerkannt wird, in denen nur sporadisch ein Wurf fällt, also maximal 1- bis 3-mal im Jahr. Daraus folgt, dass ein Teil der Hobbyzüchter bereits als Unternehmer im Sinne des Gesetzes anzusehen ist.

Es kommt hierbei wie oft auf den Einzelfall an. Die bislang hierzu ergangene Rechtsprechung orientierte sich in den meisten Fällen an der Anzahl der gefallenen Würfe.

Dies ist natürlich auch abhängig von den vorhandenen Zuchthündinnen, denn je mehr Würfe im Jahr, desto mehr Hündinnen müssen logischerweise zur Vervügung stehen. Aber die Anzahl der vorhandenen Zuchthündinnen allein sagt nicht genug über die züchterische Tätigkeit aus.

 

 

 

Quelle: Der Hund Zeitschrift Nr. 4/2009