Hundevertrag - Die Papiere sind Dokumente

Mit dem Hund werden dem Käufer zudem die Papiere des neuen Vierbeiners ausgehändigt, falls sie bis zur Welpenabholung bereits erstellt wurden. Ob die Ahnentafel direkt übergeben wird oder nachträglich, hat juristisch keinerlei Auswirkungen.

Oft wird auch von Dokumenten gesprochen. Dokumente sind nichts anderes als beweisende Schriftstücke. In der Regel handelt es sich hierbei um die Ahnentafel und den Impfausweis.

Die Ahnentafel ist ein Auszug aus dem Zuchtbuch eines anerkannten Rassehundevereines und weist die Abstammung des Hundes nach. In die Ahnentafel wird der Eigentümer des Hundes eingetragen, sie gilt damit als Eigentumsnachweis. Sie bleibt aber in der Regel im Eigentum des Zuchtvereins und wird dem Eigentümer des Hundes nur übergeben. Die Ahnentafel ist eine Urkunde im juristischen Sinne. Wer sie fälscht oder abändert, macht sich strafbar.

Der Impf- bzw. Heimtierausweis wird vom Tieratzr ausgestellt. Die Impfungen sind dort einzutragen sowie die Kennzeichnung des Hundes. Der Heimtierausweis muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, entweder per Mikrochip oder übergangsweise noch durch Tätowierung. Alle Angaben zum Tier sowie zum Besitzer werden eingetragen. Der Ausweis ist ebenfalls eine Urkunde im juristischen Sinne und "gehört zum Hund". Der Käufer hat einen Anspruch auf Übereignung gemeinsam mit dem Tier.

Diese Betrachtung des Hundekaufs aus juristischer Sicht soll Käufern und Verkäufern ein wenig den Blick für rechtliche Details öffnen. Daneben ist die Auswahl des Züchters und des Welpen einerseits, die Wahl des passenden Welpenkäufers andererseits aber auch eine Vertrauenssache, bei der das Bauchgefühl nicht zu kurz kommen sollte.

 

 

 

Quelle: Der Hund Zeitschrift Nr. 4/2009