Hundevertrag - Die Ansprüche des Käufers

Denken wir den unschönen Fall des "mangelhaften" Hundes zu Ende, so bleibt ein Blick auf die Ansprüche des Welpenkäufers. Er kann den Züchter mit einem Anspruch auf Nacherfüllung, Minderung des Kaufpreises, Rücktritt vom Vertrag oder auf Schadenersatz konfrontieren. Bei der Geltendmachung dieser Ansprüche wird allerdings erneut der Unterschied des Hundekaufs zum Kauf einer leblosen Sache deutlich. Im Rahmen der Nacherfüllung beispielsweise könnte der Käufer die Lieferung einer mangelfreien Sache, also eines neuen Hundes, verlangen. In der Praxis kommt dies so gut wie nie vor, ist den meisten Hundebesitzern der neue Vierbeiner doch in kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Auch der Rücktritt vom Vertrag mit der Konsequenz, dass der Hund gegen Rückzahlung des Kaufpreises zurückgegeben wird, findet nicht allzu oft Anwendung. In den meisten Fällen wird deshalb eine Einigung auf finanzieller Ebene gesucht.

 

 

 

Quelle: Der Hund Zeitschrift Nr. 4/2009